Geschlechtskrankheiten interessiert die Kinsey-Skala nicht.

By: kevin deanCC BY-NC-SA 2.0

tl;dr: In diesem persönlichen Post geht es um meine Wahrnehmung von Verhütung und sexuell übertragbaren Krankheiten als homosexueller Mann und um die problematische Auffassung vieler heterosexueller Männer, dass Verhütung hauptsächlich Frauensache sei. 

Oft ertappe ich mich dabei, wie ich in den Erinnerungen an sexuelle Kontakte herum wühle und mir Risikosituationen herbeikonstruiere. Saß das Kondom wirklich richtig? Ist es nicht vielleicht doch geplatzt und ich habe es nicht bemerkt? Habe ich vielleicht doch Sperma auf meine Schleimhäute bekommen? War ich zu leichtsinnig?

Das Wissen um Geschlechtskrankheiten verfolgt mich auf Schritt und Tritt. Schwenken Gesprächsrunden mal auf das Thema ein, finde ich mich nicht selten in der Rolle des Erklärbärs wieder. Das liegt nicht zuletzt an meinem hohen, vielleicht schon krankhaften Risikobewusstsein. Seit meine Lymphknoten das erste Mal dick angeschwollen waren und in der langen Aufzählung möglicher Ursachen bei Wikipedia irgendwo “HIV” stand, bin ich sehr für das Thema sensibilisiert. Und warum? Weil ich mich alle 3 Monate auf alle Sexualkrankheiten dieser Welt testen lasse. Weil ich Sex mit Männern habe. Weil ich schwul bin. Homosexualität als permanenter Risikozustand.

Als schwuler Mann sind Geschlechtskrankheiten allgegenwärtig. Seiten wie dbna die heute noch viel mehr als ‘zu meiner Zeit’ Anlaufstelle für junge nicht-heterosexuelle Männer sind, sind nahezu gepflastert mit Informationen über sexuell übertragbare Krankheiten, Risikosituationen und Verhütungsmethoden. Es gibt unzählige Bücher und Filme, in denen homosexuelle Charaktere über ihre Krankheit und ihren Tod an Aids charakterisiert werden 1)Exemplarisch ist für die Verknüpfung von Tod, Krankheit und Nicht-Heterosexualität dabei das Trop ‘Bury your Gays‘ zu nennen oder ‘Death by Sex‘, letzteres viel öfter metaphorisch als explizit.. Als gäbe es kaum die Möglichkeit als homosexueller Mann an etwas anderem zu sterben als an Hassverbrechen oder Aids! Aber die Verknüpfung ist vorhanden. Nicht nur meine queere Jugendgruppe in Wuppertal hat ihre Räumlichkeiten in der örtlichen Aids-Hilfe. Wenn du merkst, dass du dich als Mann für Männer interessierst, dann weißt du ziemlich früh, was HIV ist. Dieses verdammte Virus ist allgegenwärtig. Nicht mehr als Todesurteil, aber als immer noch als Damokles-Schwert über allem.

Natürlich kenne ich die Statistiken. Ich weiß welche Gruppen von Menschen im Westen die meisten Neuinfektionen stellt (MSM, Männer die Sex mit Männern haben). Aber diese scheinbar exklusive Verbindung von Nicht-heterosexuellem Sex und Geschlechtskrankheiten lenkt davon ab, dass kein Syphilis-Bakterium und kein HI-Virus sich an dem biologischen Geschlecht und der sexuellen Orientierung der Teilnehmer*innen stört. Anders gesagt: Patriarchale Verhältnisse fassen das Abnormale zusammen. weil es damit einfacher zu fassen ist. Was nicht-gesund ist, muss auch nicht-heterosexuell sein. Ich erlebe meine Homosexualität als permanenten Risikozustand. Ein unbeschwertes Verhältnis zu Sex zu entwickeln wird unter diesen Umständen nicht einfacher gemacht.

Selbstredend spricht nichts dagegen Geschlechtskrankheiten in queeren Kontexten zu thematisieren. Die Aufklärung über sexuell übertragbare Krankheiten ist eine notwendige Bedingung für selbstbestimmte Sexualität und das Erlangen von Verfügungsmacht über den eigenen Körper. Die Frage ist jedoch: Warum wird es so viel weniger angesprochen, sobald der Sex heterosexuell wird?

Aber wie es mit dem Fremden so oft sein muss, wird es als eine komplett von der Normalität abgeschotteten Sphäre gesehen. Da bei heterosexuellem Sex noch zusätzlich der Faktor Kind vorhanden ist, liegt ein Fokus auf der Schwangerschaftsverhütung, am Besten Marke Dr. Sommer. Da wird dann eben nicht empfohlen, beim Analverkehr ein Kondom zu benutzen (Warum auch? Ist ja nur eine 18fache Ansteckungswahrscheinlichkeit im Vergleich zum Vaginalverkehr), sondern nur darauf hingewiesen, dass Sperma aus dem After hinaus laufen und in die Vagina wandern könne. Und was das Schlucken von Sperma angeht: “Schwanger werden kannst Du vom Hinunterschlucken jedenfalls nicht. […] Manche Jungen finden es zwar toll, wenn das Mädchen das Sperma schluckt. Aber wenn Du das nicht willst, lass es einfach.” Ein anderer beliebter Tipp: Der Freund soll Ananassaft trinken, damit sein Sperma besser schmeckt. Wohl bekommt’s. Homosexuelle bekommen von der Bravo dagegen den moralischen Zeigefinger entgegen gestreckt: “Mache beim schwulen Sex _niemals_ etwas ohne Kondom, schlucke kein Sperma oder lass ihn in dir kommen!” Geschlechtskrankheiten sind nur Fußnoten in der Welt der heterosexuellen Aufklärung.

In Gesprächen mit Freundinnen höre ich oft, dass männliche Sexualpartner das Thema Verhütung mit der Frage “Nimmst du die Pille?” eröffnen und damit schon als beendet sehen. Das ist aus zwei Gründen problematisch: Erstens wird suggeriert, die Pille zu nehmen sei ‘normal’ und zweitens, dass bei einer Bejahung der Frage ja die Benutzung eines Kondomes unnötig sei. Dass hormonelle Verhütung zur Norm erklärt wurde, hat zumindest in den letzten zwei Jahrzehnten nicht (mehr?) zur Emanzipation beigetragen 2)Die Wahrnehmung der Pille in feministischen Diskursen erscheint mir durchaus ambivalent. Ich schätze Pille als eine Möglichkeit zur Empfängnisverhütung emanzipatorischer ein als gar keine ernst gemeinte Verhütungsmethode. Das ist aber auch nicht schwer.. Stattdessen wird aus einer individuellen Abwägungsentscheidung, die jede Frau eigenständig zu treffen hat, ein gesellschaftlicher und medizinischer Zwang herbeikonstruiert. Dieser Zwang ermöglicht es unter anderem auch, Männern die Verantwortlichkeit für Verhütung an Frauen pauschal abzugeben. Männer müssen ihren Körper nicht hormonell ‘normalisieren’. Deshalb ist die ‘Pille für den Mann’ auch in der development hell. Nicht-hormonelle Verhütungsmethoden werden belächelt. Dabei hatte gerade Beate Uhse ihren Erfolg nicht mit der Pille, sondern mit der massenweisen Verteilung einer Broschüre zur Knaus-Ogino-Kalendermethode. Ganz zu schweigen davon, dass das Verhältnis zur eigenen Körperlichkeit und Sexualität durch die Art der Empfängnisverhütung selbstverständlich beeinflusst wird.

Gleichzeitig zeigt diese Herangehensweise, wie wenig sich mit Kondomen auseinandergesetzt wird. Wer kennt sie nicht, die Schmerzensmänner,  deren Erektion sofort futsch ist wenn sie ein Kondom überziehen müssen? Dass dieser Umstand eventuell nicht an dem Verhütungsmittel Kondom selbst, sondern an banaleren Dingen wie der Länge oder Breite  des Gummis liegen könnte, scheint beinahe noch Geheimwissen zu sein. Die Standard-Größe, die auf allen CSDs der Welt verteilt der an Wahlkampfständen ausliegen (170mm – 180mm lang, 52mm breit) passt überhaupt nicht allen Männern. Ich erinnere mich noch wie begeistert ein Freund von mir war, als ich ihm extra große Kondome empfohlen hatte und er anscheinend zum ersten Mal in seinem Leben gemerkt hat, dass es auch angenehm zu tragende Kondome gibt. Warum aber ist dieses Wissen ungleich verteilt? Worauf beim Kondomkauf geachtet werden sollte und dass es für alle Formen die passenden Hütchen gibt, sollte jede*r wissen der Kondome benutzen kann.

Als homosexueller Mann stellt sich für mich nicht die Frage, wer beim Sex die Verantwortung für die Verhütung hat. Für mich stellt sich auch nicht die Frage, ob ich regelmäßig einen STD-Test machen soll. Warum delegieren heterosexuelle Männer die Verantwortung an die Person, die im Zweifel die viel geringere Handlungsmacht bezüglich Geschlechtskrankheiten hat? Anhand dieser vollkommen unterschiedlichen Erfahrungswelten merke ich: Als homosexueller Mann bin ich immer noch etwas anderes. Sexuell übertragbare Krankheiten haben einen ganz anderen Platz in der Wahrnehmungswelt von Menschen, die meine sexuelle Orientierung nicht teilen. Wieso aber sollten bei Krankheiten, die jede*n von uns treffen könnten, unterschiedliche Regeln der Verhütung gelten? Ich penetriere genauso andere Menschen, wie es heterosexuelle Männer tun, in ähnlichen (Nicht-)Beziehungskonstellationen. So wie heterosexuelle Männer oft pauschal davon ausgehen, dass die Pille genommen wird, gehe ich pauschal davon aus, dass entweder ich oder mein Partner ein Kondom überzieht 3)Leider wird auch der Nicht-Gebrauch von Kondomen unter MSM wieder häufiger. Einer der Gründe ist höchstwahrscheinlich, dass eine früh erkannte HIV-Infektion nicht mehr tödlich enden muss, sondern lediglich eine chronische Krankheit mit sehr strengen Medikamentenregiments geworden ist. Diese Entwicklung ist selbstredend fatal, zumal mindestens 18% aller deutschen HIV-Positiven nicht über den eigenen Status informiert sind und sich ergo nicht behandeln lassen um ihre Virenlast zu senken..

Anscheinend ist das nicht überall so. Und das macht mich nachdenklich. Es kann nicht sein, dass der größte sexuelle GAU für nicht-homosexuelle Männer die Schwangerschaft der Partnerin zu sein scheint. Das “solange du keine Krankheiten hast brauchen wir ja kein Kondom”-Muster arbeitet mit der fahrlässigen und ignoranten Auffassung, dass der heterosexuelle Mann keine Geschlechtskrankheiten bekommen könne.. Und das impliziert außerdem: Sexuell aktive Frauen kriegen Geschlechtskrankheiten. Solange ein “Nimmst du die Pille?” einen höheren Stellenwert hat als ein “Ich habe Kondome dabei” läuft etwas gewaltig falsch.

Geschlechtskrankheiten müssen in ihrer Wahrnehmung und Thematisierung von sexuellen Präferenzen gelöst werden. So wie innerhalb der homosexuellen Szene versucht wird aufzuklären, sollte es genauso in heterosexuellen Kontexten passieren. Als sexuell aktive Menschen übernehmen wir alle Verantwortung für einander, vor allem da ein großer Teil aller Sexualkontakte außerhalb monogamer Beziehungen abläuft. Zu einem selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Körper gehört ein fundiertes Wissen über Risikofaktoren und funktionierende Verhütungsmethoden. Ungeplante Schwangerschaften geben immer noch einen Handlungsspielraum für die Betroffenen, der bei untherapierbaren Krankheiten nicht mehr vorhanden ist. Egal wo mensch sich auf der Kinsey-Skala einordnet. Es wäre schön, wenn nicht nur marginaliserte Minderheiten im Bewusstsein dessen wären.

Disclaimer: Dieser Text ist aus der Sicht von mir als schwuler Mann (Kinsey 6.0) geschrieben. Ich gehe deshalb bewusst nicht auf die Situation von nicht-heterosexuellen Frauen ein. Da ich über die Sichtweise von bisexuellen Männern in dem Kontext ebenfalls nur mutmaßen an, würde ich mich über die Rückmeldung von Menschen freuen, die dieses Thema von einer anderen Position aus kennen als ich.

References   [ + ]

1. Exemplarisch ist für die Verknüpfung von Tod, Krankheit und Nicht-Heterosexualität dabei das Trop ‘Bury your Gays‘ zu nennen oder ‘Death by Sex‘, letzteres viel öfter metaphorisch als explizit.
2. Die Wahrnehmung der Pille in feministischen Diskursen erscheint mir durchaus ambivalent. Ich schätze Pille als eine Möglichkeit zur Empfängnisverhütung emanzipatorischer ein als gar keine ernst gemeinte Verhütungsmethode. Das ist aber auch nicht schwer.
3. Leider wird auch der Nicht-Gebrauch von Kondomen unter MSM wieder häufiger. Einer der Gründe ist höchstwahrscheinlich, dass eine früh erkannte HIV-Infektion nicht mehr tödlich enden muss, sondern lediglich eine chronische Krankheit mit sehr strengen Medikamentenregiments geworden ist. Diese Entwicklung ist selbstredend fatal, zumal mindestens 18% aller deutschen HIV-Positiven nicht über den eigenen Status informiert sind und sich ergo nicht behandeln lassen um ihre Virenlast zu senken.

7 Gedanken zu “Geschlechtskrankheiten interessiert die Kinsey-Skala nicht.

  1. “In Gesprächen mit Freundinnen höre ich oft, dass männliche Sexualpartner das Thema Verhütung mit der Frage “Nimmst du die Pille?” eröffnen und damit schon als beendet sehen.”

    Auch schön: Wenn im Vorfeld gar nicht drüber geredet wird, “weil ja jede Frau heutzutage die Pille nimmt, deshalb müssen wir ja nicht drüber reden”.

  2. Du sprichst mir aus der Seele. Es macht mich immer wieder sauer, wie nachlässig heterosexuelle Männer mit dem Thema Verhütung umgehen. Da war z.B. der erste Kerl, mit dem ich eine längere Beziehung und Sex hatte, mit dem ich EIGENTLICH abgeklärt hatte, dass ich mich um meine Pille kümmere und er sich um Kondome, aber das hat so gut wie nie geklappt. Wir hatten immer ein Kondom, aber wer hat es gekauft? Ich natürlich. Dabei waren die paar Euro damals tatsächlich eine finanzielle Belastung, so dumm das klingt.
    Ich erinnere mich auch noch daran, wie wir einmal an der Tankstelle eine Packung kaufen mussten, weil nichts mehr zuhause war. Er hat sich wirklich so geziert und war so verlegen, dass ich irgendwann eine Packung entnervt vom Ständer (höhö) riss und sie selbst kaufte. Ein Mann Mitte Zwanzig, der sich schämt, Kondome zu kaufen… da fällt einem doch nichts mehr ein!

    Ich gerate beim Thema Schwangerschaft leider immer wieder in Diskussionen mit Antifeministen, für die Kondome praktisch nicht existieren. Die Frau kontrolliert die Fortpflanzung und der Mann kann dagegen überhaupt nichts tun. Eigentlich erstaunlich, was für ein lächerlich schwaches Männerbild Radikalmaskulisten haben. (Hier hatte ich in den Kommentaren relativ aktuell einen solchen Streit, falls es dich interessiert: http://robinsurbanbarstories.wordpress.com/2013/06/21/vatersorgen/)

  3. Hallo lieber Jan,

    vielen, vielen Dank für diesen enorm wichtigen Text. Ich, als heterosexueller Mann(Kinsey 0-1 würde ich sagen), kann dazu nur sagen, dass du Recht hast. Bei heterosexuellen Männern wird immer nur darüber nachgedacht, wie man die Schwangerschaft der Frau verhindern kann. Auch ich bin so aufgeklärt worden. Von HIV oder ähnlichen Erkrankungen war nur am Rande mal die Rede, auch wenn darüber in der Schule mehr geredet wurde. Aber Sexualkunde in der Schule ist eh so ein Thema für sich.

    Bei mir ist es eher so, dass ich mir über beides Gedanken mache und deshalb auch nur schwer eine unverkrampfte Haltung zu Sexualität entwickeln kann.

    Dabei geht es doch so viel einfacher. Kondome haben IMMER im Haus zu sein. Hingegen würde ich meine Freundin nie überreden die Pille zu kaufen. Natürlich ist Pille + Kondom sicherer, aber halt auch gefährlicher für die Frau. Wir sind irgendwann zu Pille ohne Kondom übergegangen, aber erst nach langer Beziehung und längerer Diskussion. Ich denke die Erziehung muss da echt anders funktionieren. Aktuell gibt es durch das Kondom eine sichere, nicht verletzende Methode. Diese Methode sollte in der Erziehung als aller erste Methode auch genutzt werden. Alles andere… ist nettes Beiwerk, auf das man verzichten kann.

    Und natürlich muss sich auch was in der Gesellschaft verändern. Eine Gesellschaft in der ein ungewolltes Kind etwas schlimmeres ist als STDs ist eine Gesellschaft in der etwas wirklich schief gegangen ist.

    Viele Grüße
    Johannes

  4. Ich frage mich ja, ob es da empirische Daten gibt. Die Gesellschaft würde mich als Hetero kategorisieren. Ich habe immer ein Kondom dabei. Bei kurzen Bekanntschaften oder ONS ist die Pille kein Argument, auf Kondome zu verzichten (in Beziehungen sieht das natürlich anders aus, gegenseitiges Einverständnis, Freiwilligkeit und Vertrauen vorausgesetzt). Ja, Kondome sind nicht schön. Sie fühlen sich nicht schön an. Meines Erachtens aber nur ein kleiner Minus-Punkt, wenn man sich dagegen die (möglichen) negativen Effekte der Pille anschaut. In meinem Umfeld sehen das viele so, und ich glaube nicht, dass ich mich zu weit aus dem Fenster lehne, wenn ich behaupte, dass das eigentlich alle (aus meinem Umfeld) so sehen. Ich bin nicht ‘die meisten’. Glücklicherweise.

    (Ich glaube, der Aspekt der Nebenwirkungen oder auch der Langzeitauswirkungen der Pille wird gerne mal vergessen, sollte aber neben der Schwangerschafts- und Krankheitsverhütung durchaus seinen Platz haben.)

  5. Tja… wichtiges Thema, das du hier ansprichst. Ich muss zugeben, dass ich Sex ohne Kondom auch als lustvoller und intensiver empfinde, meine Partnerin aber niemals unter Druck setzen würde, die Pille zu nehmen, oder es als selbstverständlich annehmen würde.

    Angesichts des immensen Eingriffs ins Hormonsystem verzichte ich gerne auf ein wenig Lust, jedenfalls solange es keine Pille für den Mann gibt. Auch ein interessantes Thema, es gibt ja die Theorie, dass sie eigentlich nur wegen Nebenwirkungen wie Libido-Verlust, Stimmungsveränderungen, Gewichtsveränderungen usw. nicht auf den Markt kommt, die man Frauen bei der Pille ohne weiteres zumutet.

    Wenn die Partnerin sich dafür entscheidet, die Pille zu übernehmen, kann man übrigens immer noch anbieten, die Kosten zu übernehmen.

    Was die Krankheiten angeht: Ich denke man sollte sich als Hetero nach einer Beziehung, in der es ungeschützten Sex gab, auf alle verbreiteten Geschlechtskrankheiten testen lassen, bevor man sich in der nächsten Beziehung auf ungeschützten Sex einlässt. Ich muss zugeben, ich habe das bisher auch nur für AIDS gemacht, obwohl meine letzte Beziehung mit ungeschützten Sex jetzt mehrere Jahre her ist.

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