Hipster & Atombomben

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By: Jan Schnorrenberg – CC BY-SA 3.0

Der späte Ruf nach erneuerbaren Energien ist wenig hoffnungsvoll. Und gerade hier setzt die Fortschrittsskepsis einer Zeit ein, die irgendwann mal post-nuklear sein will. Technologischer Innovation, auch „grüner“, wird per se nicht mehr zugetraut, unsere Lebensqualität zu verbessern. Um einen häufig in der Atomdebatte skandierten Spruch zu bedienen: „Sicher ist nur das Risiko“. Unser Erwartungshorizont ist gepflastert mit Risiken.

Wer mich auf Twitter verfolgt, der wird festgestellt haben dass ich eine etwas spezielle Beziehung zu “Zukunft” habe. Zukunft ist ein recht spannendes Thema, da Zukunftsvisionen sehr oft eine starke Aussagekraft über Gesellschaften, ihre Hoffnungen und Ängste darstellen. Auf die heutige Zeit bezogen, fällt das Urteil dahingehend ernüchternd aus. Dazu habe ich im Oktober letzten Jahres einen Essay in der Uni geschrieben, der sich mit Zukunftsvorstellungen und Fortschrittglauben in unserer Gesellschaft auseinander setzt – mit der Hilfe zweier klassisch urbanen bildungsbürgerlichen Feindbildern, den Atombomben und den Hipstern.

Wieso veröffentliche ich den Essay nun? Ich möchte, dass meine Arbeiten die ich in der Universität schreibe nicht in irgendeinem Regal verstauben. Meine Themen interessieren, hoffe ich zumindest, nicht nur mich. Deshalb möchte ich die Texte in diesem Rahmen bereit stellen. Sharing is Caring. Und so. <3

Die PDF findet ihr hier. Viel Spaß beim Lesen. Ich freue mich auf euer Feedback!

1. Einleitung

Eine Grundannahme unserer Übung „Die Geschichte der Zukunft“ war, dass die Vorstellungen einer Gesellschaft von ihrer eigenen Zukunft häufig sehr präzise Einschreibungen eben dieser Gesellschaft sind. Sie können damit historisiert werden und sind als Quellen für die Geschichtswissenschaft auswertbar. Dies lässt die Frage aufkommen, was die Art und Weise, wie wir gegenwärtig mit Zukunft umgehen, im Umkehrschluss über unsere gegenwärtige Gesellschaft aussagt. Um diese Frage zu beantworten, möchte ich mich zweier plakativer zeithistorischer Phänomene bedienen, um das spezifische Verhältnis zu „Zukunft“, welches im Umgang mit diesen Phänomenen zu Tage tritt, herauszuarbeiten. Bei diesen Phänomenen soll es sich um zwei klassische Feindbilder des urbanen linken Bildungsbürgertums handeln: Atombomben und Hipster. Der Versuch lautet daher: Ist eine Annäherung an die Zukunft über solche Phänomene möglich? Und funktioniert das gerade bei solchen plakativen Stichworten?

2. Was ist noch Zukunft?

2.1. Atombomben essen Utopia auf.

Ein wichtiger Antrieb hinter Zukunftsvisionen ist häufig ein gewisses Heilsversprechen, welches an einen spezifischen Entwurf der zukünftigen Welt gekoppelt ist. Essentiell für diese Visionen sind ebenfalls die Mittel, mit denen eine solche Welt erreicht werden soll, bzw. über jene der Zukunftsentwurf für die zeitgenössische Wahrnehmung plausibel erscheint. Gewissermaßen war das, was die Zukunftsvisionen des 20. Jahrhunderts zu beflügeln vermochte, die Technik. Besonders der Atomkraft ist hierbei Platz einzuräumen.

Die Atombombe sollte die Krönung des modernen Menschen werden. Der allein durch die Arbeit der Naturwissenschaften ermöglichte Akt der Kernspaltung sollte nicht einfach nur die Entscheidungsvielfalt des Menschen um ein Vielfaches ansteigen lassen. sondern ihn in letzter Konsequenz mit den Attributen Gottes ausstatten. Die Bemächtigung zur creatio ex nihilo (Schöpfung aus dem Nichts) und zur reductio ad nihil (Ins Nichts zurückführen) 1)Vgl. Anders 1961, S. 239-242. war ein permanentes Versprechen der Atomkraft und der Atombombe.

Die Entwicklung der Atombombe und der Atomkraft haben als (zeit)geschichtliche Ereignisse das Selbstverständnis des „westlichen“ Menschen nicht einfach nur beeinflusst. Alleine schon die hohe Präsenz der Atomkraft in umweltgeschichtlichen und damit auch zeithistorischen Arbeiten stellt überzeugend dar, dass die Aushandlung der Atomkraft ein über viele Bereiche ausgetragenes Gesellschafts- und Politikprojekt war und ist 2)Vgl. exemplarisch Joachim Radkaus großes Übersichtswerk zur Weltgeschichte der Ökologie(bewegungen). Radkau 2011, besonders S. 209 – 229, S. 364 – 409, S. 488 – 536.. Integraler Bestandteil dieser Aushandlung war ab spätestens den 70er Jahren der zunehmende Widerstand gegen Nukleartechnologien durch die weltweiten Umweltbewegungen. Dieser breite Widerstand stellte dabei nicht einfach nur eine Technologie zur Disposition. Denn mit der Atomkraft war ebenfalls ein ganzes heilsversprechendes Narrativ verknüpft: Der Glaube an einen technologischen Fortschritt, der garantierte, dass die Zukunft immer ein besserer Ort als die Gegenwart sein sollte. Dieses Zeitmodell der Fortschrittlichkeit verlor Plausibilität, denn es war abhängig von einem Grundvertrauen in die Fähigkeit der Naturwissensschaften, absolute Vorhersagen und klare Wahrheiten zu produzieren. Beides war mit der Unvorstellbarkeit und Unvorhersehbarkeit nuklearer Katastrophen und ihrer Folgen an seine Grenzen gestoßen. Dies deutet darauf hin, dass das Verhältnis einer Gesellschaft zu nuklearen Technologien ein Indikator für ihre Einstellung „Fortschritt“ und „Wissenschaftsgläubigkeit“ gegenüber sein könnte.

Dass eine Romantisierung des „einfachen Lebens“ – sei es jetzt die „Bio“-Landwirtschaft oder ein Rückzug in die „naturbelasseneren“ Vorstädte – einsetzte, gerade als die Umweltbewegungen eine größere politische und gesellschaftliche Präsenz erlangten, ist ebenfalls Ausdruck einer bewussten Beschränkung der eigenen Erwartungen an Technologie und Fortschritt.

Eine solche Ausgangssituation entzieht „Zukunft“ als Projektionsfläche einen Großteil des interpretatorischen Spielraumes. Bei denen in diesem Setup übrig bleibenden Gewissheiten handelt es sich – ganz im Sinne der Weltrisikogesellschaft von Ulrich Beck 3)Vgl. vertiefend Beck 2008. – um Unklarheiten. Damit wird „Zukunft“ ganz bewusst mit Risiken und Gefahrenpotenzialen angereichert um sie plausibel zu halten. Die Atombombe explodierte – und riss den modernen Menschen und den Fortschrittsglauben gleich mit.

2.2. Hipster brauchen keine Zukunft mehr.

Nun stellt sich die Frage, welche Funktion diese mit Risiken angereicherte Zukunft in einer dem Fortschritt gegenüber skeptischen Gesellschaft noch ausfüllen kann. Dazu soll der Blick auf ein bestimmtes gegenwärtiges kulturelles Phänomen gelenkt werden: Die Hipster.

Im Rahmen dieses Essays werden Hipster in erster Linie als Kultur-Chimären verstanden. Sie stellen eine Kategorie für Personen dar, die ein erratisches Patchworking von stereotypen Erkennungszeichen früheren Subkulturen, Kleidungsstile und (pop)kultureller Tropoi verinnerlicht haben. Ein interessanter Aspekt dieser Subkultur ist dabei das ritualisierte Aneignen, Übernehmen und Kombinieren zeitlich früher verorteter Kulturpraktiken der Selbstinszenierung, in gewisser Weise eine bewusste Karikierung von Authentizität und Individualität. In diesem Sinne sind Hornbrillen und Musikkassetten-Gürtelschnallen nichts anderes als eine Retrowelle, ein Best-of westlicher Individualisierungpraxen – und damit eine postmoderne Subkultur wie sie im Buche steht. Ein charakteristisches Merkmal welches der Postmoderne in Seminarräumen und rauchigen Kneipengesprächen gerne verliehen wird, ist die Kultivierung der Selbstreflexion. Der Grundannahme folgend, dass bereits jeder Gedanke ausgesprochen wurde und aus diesem Grunde nur die Reorganisation des bereits Gesagten eine produktive Option darstellt, haben wir es mit einer eng durch Erfahrungen und Erinnerungen begrenzten Arbeitspalette zu tun. Dieses Prinzip findet sich in der Hipster-Kultur wieder – und es erlaubt nicht nur, das Label „Postmoderne“ schlüssig anzuwenden, sondern auch Aussagen zu ihrer Relevanz in der Frage nach der „Zukunft“ zu stellen.

Die Frage soll dabei nicht lauten, welche spezifischen Zukunftsdefinitionen Hipster verwenden, sondern was für Implikationen es für eine Gesellschaft hat, aus der eine derart selbstreferenzielle Subkultur hervor gehen kann. Hier ist die Diagnose der „Konsumgesellschaft“ wie sie von Zygmunt Bauman vorgenommen wird vielversprechend. Eine solche Gesellschaft des relativ hohen ökonomischen und informationellen Reichtums beschleunigt die Möglichkeiten der Bedürfnisbefriedigung in einem solchen Maße, dass am Ende die Vernichtung des durch Fortschrittlichkeit geprägten Zeitverhältnisses 4)Ironischerweise ist gerade dieses Zeitverständnis der Fortschrittlichkeit wie wir in der Übung ausgearbeitet haben eine Entsprechung des Kapitalismus. Würden wir diesen Gedanken weiter spinnen, hätten wir mit der durch kapitalistische Verhältnisse mit entstandenen Konsumgesellschaft in letzter Konsequenz eine Selbstvernichtung es Kapitalismus zu beobachten – alleine von den abstrakten Begriffen des Komplexes „Zeit“ ausgehend. steht und sich „Zeit“ nur noch in einer „Anhäufung einzelner, „pulverisierter“ Punkte“ 5)Vgl. Bauman 2007 S. 183. zeigt. Eine bewusst erlebte Zukünftigkeit von Ereignissen findet nicht mehr statt; stattdessen gilt nur noch die Gegenwärtigkeit. In einer Konsumgesellschaft nach Bauman erfolgt letzten Endes eine „Neuordnung der Zeit“ 6)Vgl. Bauman 2007 S. 180. sei. Eine solche Konsumgesellschaft benötigt schlicht keine „Zukunft“ mehr, denn sie lebt Erfahrungen in kleinsten abgeschlossenen Kapseln. Dies lässt die Schlussfolgerung zu, dass die Vergangenheit als immer noch zugänglicher Erfahrungslieferant für eine bedingt hedonistisch orientierte Gesellschaft neu aufgewertet wird.

Sollte gerade diese These zutreffen, wäre eine solche Konsumgesellschaft für eine Subkultur der Kultur-Chimären, die aus der Vergangenheit einen Selbstbedienungsladen in Stilfragen gemacht haben, ein idealer Nährboden. Die Frage, welche Rolle „Zukunft“ unter diesen Voraussetzungen dann noch hat, ist leicht zu beantworten: Gar keine. Jede produktive Vorstellung von „Zukunft“ ist durch die neue Priorisierung von Vergangenheit und Gegenwart obsolet gemacht, schließlich ist die Vergangenheit weitaus attraktiver, da mit konkreten Versprechen von Erfahrungen aufwartend.

2.3. Synthese

Die beiden vorangegangenen Unterkapitel illustrierten die Schwierigkeiten, mit denen sich das Konzept der „Zukunft“ in unserer Gegenwart konfrontiert sieht. Es handelt sich dabei grundsätzlich um ein Spannungsverhältnis zwischen den beiden Begriffen des „Erwartungshorizontes“ und des „Erfahrungsraumes“ von Reinhart Kosellek. Springender Punkt ist dabei, dass diese Konzepte einst beinahe schon synonym waren, allerdings immer weiter auseinander driften würden 7)Kosellek kommt ferner zum Ergebnis, dass gerade die zunehmende Differenz von „gemachten Erfahrungen und „gespannten Erwartungen“ ein Charakteristikum der Neuzeit darstellt. Vgl. Kosellek 1992 S. 359 – 369. 8)In seinem docupedia Artikel zu „Zeit und Zeitkonzeptionen“ geht Rüdiger Graf richtigerweise darauf ein, dass unklar ist was die genauen Folgen des auseinander driften von Erwartungshorizonten und Erfahrungsräumen sein werden. Dies wäre ein interessanter Ansatz für eine weitere Arbeit. Vgl. Graf 2011.

Gemeinsam scheinen beide Begriffe zu haben, dass sie mit spezifischen Aspekten von „Sicherheiten“ operieren. Der Erwartungshorizont, anhand dessen die Plausibilität von Konzepten ausgehandelt wird, speist sich aus den wandelbaren, kollektiven Erfahrungen einer Gesellschaft. Auch beim postmodernen Menschen endet dieser an seinen Hoffnungen. Diese waren seit Beginn des letzten Jahrhunderts immer mehr von der technologischen Entwicklung getragen. Nun mag argumentiert werden, dass im Diskurs um den anthropogenen Klimawandel Windräder und Solarzellen ähnlich mit Hoffnungen angereichert werden wie in den 50er Jahren die Atomkraft. Jedoch ist auffallend, dass das Hauptaugenmerk nicht mehr auf der Verhinderung, sondern einer Schadensreduzierung liegt. Der späte Ruf nach erneuerbaren Energien ist wenig hoffnungsvoll, zumal sie einem viel größeren diskursiven Druck ausgesetzt sind als es seinerzeit die Atomkraft war. Und gerade hier setzt die Fortschrittsskepsis einer Zeit ein, die irgendwann mal post-nuklear sein will. Technologischer Innovation, auch „grüner“, wird per se nicht mehr zugetraut, unsere Lebensqualität zu verbessern. Gerade die Wissenschaft, welche mit dem Anspruch voran ging, die Welt vorhersehbar und planbar zu machen, hat letzten Endes dafür gesorgt, dass das Vertrauen in sie selbst verworfen wurde. Um einen häufig in der Atomdebatte skandierten Spruch zu bedienen: „Sicher ist nur das Risiko“. Unser Erwartungshorizont ist gepflastert mit Risiken.

Um den einzig verbleibenden Sicherheiten der Risiken und des „Nicht-Wissens“ entgehen zu können, bietet sich eine Erhöhung unseres Erfahrungsraumes an, jenes Raumes, der im Laufe eines Lebens durch individuellen Erlebnisse gefüllt wird. In einer Konsumgesellschaft wie wir sie aktuell vorfinden, hat der Begriff der Zukunft überhaupt keine Funktion mehr. Hipster sind ein Beispiel dafür, wie sich dieser Zeitbegriff in einer postmodernen Gesellschaft äußern kann. Eine Subkultur, die lediglich darauf basiert (Lebens)Stile aus den letzten 100 Jahren zusammenzuführen, kann nur in einer Konsumgesellschaft ohne Blick „nach vorn“ entstehen. Es mag einer Verklärung der Vergangenheit nahe kommen, die Auswirkungen einer beschleunigten Gesellschaft zu beweinen, wie etwa das Phänomen der „ständigen Verfügbarkeit“. Wir sind ständig von Gelegenheiten umgeben die früher explizite Erfahrungsräume generiert haben, etwa in ihrer Seltenheit oder in der Intensität ihres Erlebnisses. Gleichzeitig erlauben unsere als kollektiv empfundenen Erfahrungen nur noch sehr oberflächliche Rückschlüsse auf unsere eigene persönliche Zukunft. Wir können höchstens noch im privaten Bereich versuchen, über einen diffusen Zeitrahmen von 1-5 Jahren hinaus Pläne aufstellen – oder diese Ziele aller höchstens als unverbindliche Richtungsanweisungen für uns selbst zu behalten. Auch dies scheint ein Ausdruck eines wirkmächtigen Zukunftsbegriffes zu sein – wirkmächtig in seiner Leere.

In einer Welt zwischen „Atomkraft, Nein Danke!“ und Hipsterblogs bleibt festzuhalten dass wir in der Haltung zur Atomkraft eine Einstellung zum Fortschrittsgedanken nachvollziehen können. Dieser Fortschrittsgedanke war früher Gradmesser für die Plausibilität von Zukunftsvisionen. Heute dienen vermehrt nur noch undeutliche Risiken als plausibel. Gleichzeitig sind wir mit einer Konsumgesellschaft konfrontiert, die Hipster als ein Beispiel für Subkulturen der Selbstreferenz und Vergangenheitsgewandtheit in ihrer Entwicklung begünstigt und letzten Endes auf eine Weise funktioniert, die die Funktion und Notwendigkeit von „Zukunft“ obsolet gemacht hat.

3. Was von der Zukunft übrig bleibt.

Der zugegeben etwas riskante Versuch ist aufgegangen. Über den Umgang mit der Atomkraft und der Frage, was für eine Gesellschaft Hipster hervor bringen kann, ließen sich Aussagen über unser gegenwärtiges Verständnis von Zukunft gewinnen. Damit lässt sich das Bild eines diffusen, mit Unklarheiten aufgefüllten und Relevanz verlorenen Konzeptes zeichnen. Was nicht anklingen konnte, war eine grundsätzliche Reflexion des Einflusses einer solchen Haltung dem Zukunftskonzept gegenüber. Überhaupt stellt sich die Frage, was für emanzipative und produktive Kräfte durch die geltende Haltung der gemeinsamen Zukunft gegenüber aktiviert werden – oder erst gar nicht angetastet. Doch das ist eine Frage für einen weiteren Essay. Zwischen Atombomben und Hipstern, und dem Kollateralschaden an dem, was Zukunft genannt wurde.

Verwendete Literatur:

Anders, Günther: Die Antiquiertheit des Menschen. Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution, München, 1961

Beck, Ulrich: Weltrisikogesellschaft, Frankfurt am Main, Suhrkamp, 2008

Graf, Rüdiger: Zeit und Zeitkonzeptionen in der Zeitgeschichte, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 26.09.2011, URL: https://docupedia.de/zg/Zeit_und_Zeitkonzeptionen?oldid=81503 (letzter Aufruf: 16. September 2012, 12:31

Koselleck, Reinhart: Vergangene Zukunft. Zur Semantik geschichtlicher Zeiten, Frankfurt am Main, Suhrkamp, 1992

Radkau, Joachim: Die Ära der Ökologie. Eine Weltgeschichte, Bonn, 2011

Zygmunt, Bauman: Leben in der flüchtigen Moderne, Suhrkamp, 2007

References   [ + ]

1. Vgl. Anders 1961, S. 239-242.
2. Vgl. exemplarisch Joachim Radkaus großes Übersichtswerk zur Weltgeschichte der Ökologie(bewegungen). Radkau 2011, besonders S. 209 – 229, S. 364 – 409, S. 488 – 536.
3. Vgl. vertiefend Beck 2008.
4. Ironischerweise ist gerade dieses Zeitverständnis der Fortschrittlichkeit wie wir in der Übung ausgearbeitet haben eine Entsprechung des Kapitalismus. Würden wir diesen Gedanken weiter spinnen, hätten wir mit der durch kapitalistische Verhältnisse mit entstandenen Konsumgesellschaft in letzter Konsequenz eine Selbstvernichtung es Kapitalismus zu beobachten – alleine von den abstrakten Begriffen des Komplexes „Zeit“ ausgehend.
5. Vgl. Bauman 2007 S. 183.
6. Vgl. Bauman 2007 S. 180.
7. Kosellek kommt ferner zum Ergebnis, dass gerade die zunehmende Differenz von „gemachten Erfahrungen und „gespannten Erwartungen“ ein Charakteristikum der Neuzeit darstellt. Vgl. Kosellek 1992 S. 359 – 369.
8. In seinem docupedia Artikel zu „Zeit und Zeitkonzeptionen“ geht Rüdiger Graf richtigerweise darauf ein, dass unklar ist was die genauen Folgen des auseinander driften von Erwartungshorizonten und Erfahrungsräumen sein werden. Dies wäre ein interessanter Ansatz für eine weitere Arbeit. Vgl. Graf 2011.

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